Archäologisches Zentrum Hitzacker

Das archäologische Zentrum Hitzacker im beschaulichen Wendland hat seinen geschichtlichen Schwerpunkt in der Bronzezeit. Obwohl sich die Ausstellungsflächen komplett im Freien befinden, legt das Museum großen Wert auf ein inklusives Erlebnis für alle. Und wer gar nicht genug von der Bronzezeit bekommen kann, kann das Museum sogar für Feierlichtkeiten anmieten.

Beim archäologischen Zentrum im Hitzacker war es das museumspädagogische Programm, das uns zuerst dorthin geführt hatte. So konnten wir dort während unseres Urlaubs im Sommer 2025 erste Erfahrungen in der Verarbeitung von Bronze sammeln. Zeitlich passend wurden noch Teilnehmende für den Feuerkurs wenige Tage später gesucht, so dass wir uns dabei auch direkt eingeklinkt haben und am Ende alle mit einer kleinen Bienenwachskerze samt selbst getontem Kerzenständer nach Hause gingen. Unsere Erlebnisse dort veranschaulichen allerdings nur einen kleinen Teil des pädagogischen Engagements des Museums. Wer einen Blick in das Programm wirft, findet noch weit mehr, bis hin zu geführten Einbaumtour auf der Jeetzel.

Bei der Jeetzel handelt es sich um einen Nebenarmt der Elbe, womit auch die wunderschöne Lage des Geländes erwähnung finden soll. Die Stadt Hitzacker selbst liegt im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue. Entsprechend naturnah ist die Lage des Museums am Rand von Hitzacker. Unmittelbar neben dem Museum befindet sich der Hitzacker See, sowie eine naturbelassene Fläche die sich wunderbar von der Bank im kleinen Naturlehrpfad des Museums aus betrachten lässt.

Bei so viel umgebender Natur bleibt für das Museum selbst leider vergleichweise wenig Platz, der allerdings umso effizienter genutzt wird. Auf dem Gelände sind insgesamt drei große Langhäuser nach verschiedenen historischen Vorbildern rekonstruiert worden. Drumherum befinden sich immer wieder kleinere Aktionsräume, bzw. Werkstätten, wie beispielsweise Lehmöfen, Kochstellen oder Feuersteinstellen, an denen zum Teil auch Materialien zum selbst ausprobieren bereitstehen. Mit dem Totenhaus und dem Grubenhaus gibt es noch Rekonstruktionen zweier kleinerer Bauwerke. Durch die geschickte Anordnung aller Bereiche wirkt das Gelände trotzdem an keiner Stelle überladen.

Für Kinder gibt es an der Kasse zudem ergänzendes Material, mit dem sie das Museum altersgerecht selbst entdecken können. Das Angebot reicht vom Bilderrätsel, bei dem fotografierte Stellen im Museum wiederentdeckt werden können, über die Museumsrallye mit Moruk und Kari bis hin zum Forscherrucksack, der ausgeliehen werden kann. Für einen gemütliche Ausklang bietet sich der kleine Café-Garten an, der den Besuch abrundet.

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